
14.07.2026 - Tegernsee/Gmund. Zu einem Wasserrettungseinsatz am Tegernsee wurden am Vormittag des 14.07.2026 zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Um 11:25 Uhr informierte die Integrierte Leitstelle Rosenheim die Rettungskräfte, nachdem über die Polizei mitgeteilt worden war, dass sich zwei Personen im Bereich Gmund-Seeglas auf einem Stand-Up-Paddle-Board (SUP) aufgrund einer aufziehenden Schlechtwetterfront in Wassernot befinden.
Umgehend wurden umfangreiche Kräfte der Wasserrettung, des Rettungsdienstes sowie weiterer Hilfsorganisationen und Feuerwehren alarmiert. Im Einsatz befanden sich der Einsatzführungsdienst mit dem Einsatzleiter Wasserrettung und dem Einsatzleiter Rettungsdienst, die Schnell-Einsatz-Gruppe Information und Kommunikation, die Schnell-Einsatz-Gruppen der Wasserrettung aus Gmund (DLRG), Tegernsee (DLRG) und Bad Wiessee (Wasserwacht), zwei Rettungswagen, ein Notarzt, ein Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren Gmund und Tegernsee und die Landkreisführung.
Noch während die Einsatzkräfte den Such- und Rettungseinsatz vorbereiteten, gelang es den beiden betroffenen Personen, selbstständig das Ufer zu erreichen. Rund eine halbe Stunde nach der Alarmierung konnten sie wohlbehalten an Land angetroffen werden. Zur Sicherheit wurden beide Personen durch einen Notarzt untersucht, um mögliche Auswirkungen der Witterungseinflüsse, insbesondere eine Unterkühlung, auszuschließen. Eine weitere medizinische Behandlung war nicht erforderlich.
Die Einsatzkräfte zeigen sich erleichtert über den glücklichen Ausgang des Einsatzes. Die schnelle Alarmierung sowie das koordinierte Zusammenwirken aller beteiligten Organisationen sorgten dafür, dass jederzeit eine schnelle Hilfeleistung gewährleistet war.
„Dieser Einsatz ist glücklicherweise glimpflich ausgegangen. Dennoch zeigt er eindrucksvoll, wie schnell sich Wetterlagen an unseren Seen verändern können und wie rasch daraus eine gefährliche Situation entsteht“, erklärt Simon Horst, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Miesbach. „Unser ausdrücklicher Dank gilt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften, die innerhalb kürzester Zeit bereitstanden, um Hilfe zu leisten. Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass die Einsatzorganisationen rund um die Uhr einsatzbereit sind.“
Benedikt Dörder, Fachbereichsleiter Ehrenamt und Katastrophenschutz beim BRK-Kreisverband Miesbach, weist darauf hin, dass hinter solchen Einsätzen ein enormes ehrenamtliches Engagement steht: „Die Einsatzkräfte der Wasserrettung, der Bereitschaften und der Feuerwehren investieren einen erheblichen Teil ihrer Freizeit, um anderen Menschen in Not helfen zu können. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und verdient höchste Anerkennung.“
Mit Blick auf die aktuelle Badesaison appelliert Dörder an alle Wassersportler, Wetterentwicklungen aufmerksam zu verfolgen: „An den Seen Tegernsee und Schliersee stehen Sturmwarnanlagen zur Verfügung, die frühzeitig vor gefährlichen Wetterlagen warnen. Wer sich auf dem Wasser befindet, sollte diese Warnsignale unbedingt ernst nehmen und rechtzeitig das Ufer aufsuchen. Gerade auf Stand-Up-Paddle-Boards oder kleineren Wasserfahrzeugen können Wind und Wellen innerhalb weniger Minuten zu einer ernsthaften Gefahr werden.“
Auch im Notfall sollten Betroffene nicht zögern, Hilfe anzufordern. „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notruf 112 wählen“, betont Horst. „Je früher die Einsatzkräfte alarmiert werden, desto schneller kann Hilfe organisiert werden. Besonders hilfreich sind dabei möglichst genaue Angaben zum Standort oder zur letzten bekannten Position, damit die Rettungskräfte ohne Zeitverlust die Einsatzstelle erreichen können.“
Das Bayerische Rote Kreuz bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen für die professionelle und reibungslose Zusammenarbeit. Der heutige Einsatz hat erneut gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Wasserrettung, Rettungsdienst, Feuerwehren, Polizei und weiteren Hilfsorganisationen für die Sicherheit der Bevölkerung ist.