Am späten Abend des Sonntags, 26. April 2026, kam es am Schliersee zu einem größeren Rettungseinsatz. Gegen 20:49 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle Rosenheim über einen Notfall im Bereich des Freudenbergs auf der Westseite des Sees informiert. Mehrere Personen machten mit panischen Hilferufen auf sich aufmerksam, nachdem ein junger Mann bei den kalten Temperaturen ins Wasser gegangen war und zunehmend erschöpft wirkte.

Aufgrund der unklaren Lage und der zunächst angenommenen akuten Lebensgefahr alarmierte die Leitstelle ein umfangreiches Aufgebot an Einsatzkräften. Insgesamt rund 50 Einsatzkräfte des Wasserrettungs- und Rettungsdienstes sowie etwa 30 Kräfte der Feuerwehr rückten zum Einsatzort aus.

Beteiligt waren unter anderem die Wasserwacht Schliersee, die Wasserwacht SEG Schlierachtal, die DLRG SEG Gmund, der Rettungsdienst mit Notarzt und Rettungswagen, der Kriseninterventionsdienst, der Leitende Notarzt sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung. Zusätzlich waren die Feuerwehr Schliersee sowie die Polizei vor Ort.

Das Rettungsboot der Feuerwehr Schliersee konnte den erschöpften Mann schließlich im Uferbereich lokalisieren und zügig aus dem Wasser retten. Anschließend wurde er an Land gebracht und dort umgehend durch den Notarzt sowie den Rettungsdienst medizinisch erstversorgt. Über den genauen Gesundheitszustand des Mannes liegen derzeit keine weiteren Informationen vor.

„Gerade bei den aktuell niedrigen Wassertemperaturen besteht bereits nach kurzer Zeit eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben. Umso wichtiger ist das schnelle und koordinierte Zusammenspiel aller Einsatzkräfte“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Simon Horst. „Mein ausdrücklicher Dank gilt allen beteiligten Helferinnen und Helfern, die durch ihr professionelles Handeln Schlimmeres verhindert haben.“

Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie schnell scheinbar kontrollierbare Situationen am Wasser eskalieren können. Die Einsatzkräfte weisen in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, die Risiken kalter Gewässer nicht zu unterschätzen.

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